Mai 25

1990 wurde die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR aufgelöst. Heute, 18 Jahre später bietet das Bundesarchiv durch die Digitalisierung von 1500 Filmen des Armeefilmstudios der NVA einen Einblick in 34 Jahre NVA. Hiermit wird ein weiterer Beitrag zur Aufarbeitung der DDR Geschichte gelegt. Frei zugänglich kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Eine vollständige Übersicht der NVA Filme findet sich auf den Seiten des Bundesarchiv Filmverzeichnis. Darunter finden sich Filme zu den unterschiedlichsten Themen. Filme wie “Werbespot: Polit. Offz. der Grenztruppen”, “Kinder bei den Grenzsoldaten” oder “Sonderschule der NVA (zur Heran- und Weiterbildung von Polit- und Parteikadern)” zeigen schon im Titel den propagandistischen Charakter. Neben solchen Propagandavideos die die menschenverachtende Diktatur in der DDR ins rechte Licht rücken sollten finden sich auch Filme wie “Verweigerer im Dienst” und “Stärkster Mann der NVA” die einen Einblick in das alltägliche Leben der Soldaten geben. Mehr Information zu diesem Projekt finden sie auf den Seiten des Bundesarchivs

, ,

Jan 15

am 12. und 13. Februar 2008 findet in Berlin das 14. Anwenderforum E-Government statt. Im Mittelpunkt steht die EU-Dienstleistungsrichtlinie für das E-Government. So werden verschiedene Vertreter von Bund und Ländern über die Erfahrungen in der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie berichten. Des Weiteren wurden erstmals die beiden Fachforen „Sicherheitsaspekte im E-Government“ und „Elektronische Archivierung“ in das Programm aufgenommen. In dem Forum „Elektronische Archivierung“ berichtet unter anderem ein Vertreter aus dem Bundesarchiv über die Eckpunkte eines Gesamtkonzepts zur Archivierung elektronischer Unterlagen und das Landesarchiv Baden-Württemberg stellt das Projekt „Von der Datenbank bis zur Website“ vor. Im Forum „Sicherheitsaspekte im E-Government“ geht es in erster Linie um die Rechtssicherheit im Umgang mit elektronischen Dokumenten.  Positiv ist auch anzumerken, die Teilnahme für Angehörige der öffentlichen Verwaltung ist kostenfrei.

, ,

Dez 14

Das Bundesarchiv stellt wieder einmal eine einzigartige Quelle zur deutschen Geschichte, zur freien Verfügung, ins Internet. In Zusammenarbeit mit der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und unter Förderung der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden in den letzten zwei Jahren die dreiundzwanzig Bände der Edition »Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik« digitalisiert. Die einzelnen digitalisierten Bände umfassen neben den Dokumenten die Mitglieder des Kabinetts und Beamte der Reichskanzlei, das Verzeichnis der in den Anmerkungen zitierten Archivalien und Publikationen sowie ein alphabetisches Personen- und Sachregister.

,

Okt 26

Die Sektionssitzung 4 stand unter dem Thema Funktion und Zukunft von Spezialarchiven. Dazu berichteten vier Referenten aus ihrer Arbeit. Als erster sprach Dr. Andreas Kunz aus der Ludwigsburger Außenstelle des Bundesarchivs über die Arbeit der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen und stellte die besondere Bedeutung für die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik heraus. Anschließend sprach Dr. Ulrich Ringsdorf ebenfalls aus einer Außenstelle des Bundesarchivs, nämlich dem Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth. Hier finden sich Unterlagen die zum einen im Zusammenhang mit dem Lastenausgleichgesetz entstanden sind, also im Zusammenhang mit der Entschädigung der Vertriebenen deutschen Bevölkerung aus Ost- und Südosteuropa als Folge des Nationalsozialismus. Zum anderen bewahrt das Lastenausgleichsarchiv eine einmalige Dokumentation zu den gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse in den Ostgebieten des Deutschen Reiches und in den ost- und südosteuropäischen Siedlungsgebieten in den Jahrzehnten bis zum Beginn der Vertreibungsmaßnahmen die auch immer mehr von interessierten Nutzern aus Ost- und Südosteuropa genutzt wird. Danach sprach Dr. Matthias Buchholz über die Arbeit des Archivs der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Im Mittelpunkt des Vortrages stand die Förderung von freien Archiven der DDR Opposition bzw. des Widerstandes. Die staatliche Überlieferung der DDR wird durch Bundes- bzw. Landesarchive gesichert, jedoch die Überlieferung der oppositionellen Bewegung nicht. Gerade diese aus heutiger Sicht einmalige Überlieferung von Menschen die sich der DDR Diktatur widersetzten muss gesichert werden und der interessierten Bevölkerung unter archivischen Gesichtspunkten zugänglich gemacht werden. Dieser Aufgabe stellt sich das Archiv der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durch finanzielle und fachliche Unterstützung. Wie wichtig eine solche Tätigkeit ist zeigen die Bestrebungen der ewig gestrigen aus den Reihen des Ministeriums des Inneren der DDR die durch verschiedene Vereinstätigkeiten versuchen die DDR Geschichte zu verfälschen bzw. versuchen ihre Arbeit ins Rechte Licht zu Rücken. Nur eine vollkommene Aufarbeitung der DDR Diktatur und die Aufzeigung der menschenverachtenden Mechanismen dieses Totalitären Systems kann diesen Bestrebungen wirksam entgegentreten. Denselben Anspruch hat auch die Tätigkeit der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Dr. Jochen Hecht von der BStU sprach in seinem Vortrag über die Arbeit der BStU sowie über Möglichkeiten der zukünftigen Wirkungs- und Arbeitsweise dieses einmaligen Archivs in der bundesdeutschen Archivlandschaft.

, , ,