Die Schäden mit denen Archivare und Archivarinnen bei ihrer Arbeit konfrontiert werden sind vielfältig. Um das Archivgut auch für zukünftige Generationen zu erhalten, heißt es Schäden frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten.
Archive selbst sind in den wenigsten Fällen für Schäden verantwortlich, da die Magazine entsprechend den technischen und klimatischen Anforderungen für die dauerhafte Aufbewahrung von Archivgut ausgestattet sind. Dass auf Grund der schlechten finanziellen Rahmenbedingungen viele Archive weit davon entfernt sind ihre Magazine den technischen und klimatischen Anforderungen entsprechend zu nutzen, ist unbestritten. Jedoch zeigen aktuelle Beispiele, dass bei Neuerrichtungen von Magazinen in dieser Hinsicht nicht gespart wird.
Das größte Problem für die dauerhafte Erhaltung von Archivgut ist der langsame aber beständige Papierzerfall (Abb.3). Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird Papier mittels eines chemischen Verfahrens unter Verwendung von Holz hergestellt. So bildet sich in dem Papier Säure. Im Zusammenspiel mit den äußeren Einflüssen setzt ein Prozess des langsamen Verfalls ein. Archivare erkannten dieses Problem schon frühzeitig und haben einen erheblichen Beitrag bei der Entwicklung von verschiedenen Verfahren zur Entsäuerung von Papier geleistet. Als ein Beispiel sei das Bückeburger Verfahren genannt. Obwohl heute alterungsbeständiges Papier hergellt werden kann wird immer noch massenhaft saures Papier produziert und stellt für die Zukunft somit eines der größten Probleme dar. Weiterlesen »